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CNBC: Amerikaner im Ausland verzichten wegen amerikanische Steuerpflicht massenhaft auf ihre Staatsangehörigkeit

By 13 September 2017Presse

amerikanische Steuerpflicht

CNBC zufolge wollen Amerikaner im Ausland keine amerikanische Steuerpflicht mehr erfüllen.

Laut einer vor Kurzem durchgeführten Umfrage von NBC unter 2100 Amerikanern im Ausland, gaben etwa 4 von 10 Befragten an, sie hätten zwar nicht die Absicht, ihre US-Staatsangehörigkeit aufzugeben, sie schlössen dieses aber auch nicht aus. 19 Prozent der Befragten erklärten, sie zögen einen solchen Schritt ernsthaft in Erwägung. Hauptgrund für das Aufgeben der amerikanischen Staatsangehörigkeit sei die umständliche amerikanische Steuerpflicht.

Steuererfordernisse wie der ‚Foreign Account Tax Compliance Act’ (FATCA) und das ‚Report of Foreign Bank and Financial Accounts’ (FBAR) werden für viele Amerikaner im Ausland immer lästiger.

Personen, die amerikanische Staatsangehörige sind, zum Beispiel durch ihren Geburtsort oder durch ihre Eltern, müssen immer Steuern in den Vereinigten Staaten erklären – wo auch immer in der Welt sie leben. Ebenso haben Greencard-Inhaber eine amerikanische Steuererklärungspflicht.

Trotz der Tatsache, dass mehr als 6 von 10 Befragten angaben, sie bräuchten nichts in Amerika zu bezahlen, waren zwei Drittel der befragten Amerikaner der Meinung, sie sollten nicht verpflichtet sein, die jährlichen Steuererklärungen einzureichen.

Probleme mit der amerikanische Steuerpflicht

Hier folgen einige der steuerrechtlichen Probleme, denen die geschätzten 9 Millionen Amerikaner, die im Ausland leben, ausgesetzt sind:

Neben der Abgabe der Steuererklärung sind amerikanische Staatsbürger dazu verpflichtet, jedes Jahr ihre ausländischen Finanzwerte und Beteiligungen anzugeben, um die amerikanische Steuerbehörde IRS zufrieden zu stellen.

Ebenso müssen sie ein Foreign Bank Account Report (FBAR) einreichen, wenn sie über ein Bankkonto außerhalb der Vereinigten Staaten verfügen, auch wenn es ein gemeinsames Konto mit einer nicht US-Person betrifft oder ein Konto, über das sie nur eine schriftliche Bevollmächtigung haben. Voraussetzung dabei ist, dass der Gesamtwert aller ausländischen Konten, zu irgendeinem Zeitpunkt im Jahr mehr als $10.000,- betrug.

Außerdem erfahren viele US-Staatsbürger große Einschränkungen (und sogar Ablehnungen) bei ihren örtlichen Banken auf Grund der Tatsache, dass Banken ungern US-Personen zu ihren Kunden rechnen. Ab September 2017 werden US-Personen von der Bank verpflichtet ihre ‚Social Security Number’ (SSN) anzugeben. Wenn der Kunde diese der Bank nicht liefern kann, geraten die Dienstleistungen in Gefahr.

Diejenigen US-Personen, die kein FBAR angeben, sind harten Strafen ausgesetzt. Sie müssen Strafsummen bis zur Höhe von $10.000 bezahlen, wenn sie – unbewusst und ohne Absicht – kein FBAR angeben. Wenn man vorsätzlich den Gesetzverpflichtungen nicht nachkommt, muss man im schlimmsten Fall $100.000 als Strafsumme oder 50 Prozent des Kontoguthabens bezahlen.

Die amerikanischen Steuererklärungen können Auslands-Amerikanern auch finanzielle Schwierigkeiten bereiten. So kann der IRS zum Beispiel Steuern auf ausländische Rentensparkonten erheben, oder den Verkauf eines Hauses im Ausland als Gewinn betrachten.

Die amerikanische Staatsbürgerschaft ablegen

Für viele Amerikaner im Ausland ist das Maß denn auch voll. Letztes Jahr hat eine Rekordzahl von 5.511 Amerikanern auf ihre amerikanische Staatsbürgerschaft verzichtet. Eine Zunahme um beinahe 30 Prozent im Vergleich zum Jahr 2015.

Die Staatsbürgerschaft ablegen kann wieder zu neuen Problemen führen. Beim Ablegen muss man die sogenannte exit-tax Erklärung abgeben. In diesem Fall fordert der IRS, dass alle Besitztümer nach Marktwert geschätzt werden. Die Besitztümer werden dann also so betrachtet, als ob sie an dem Tag an dem man ein ‚Expat’ wurde, verkauft seien. Eins mag klar sein: es ist nicht einfach, der amerikanischen Steuerpflicht zu entkommen.

Fragen zum Thema amerikanische Steuerpflicht?

Wir, die Gründer von Americans Overseas, sind in den Niederlanden geboren. Durch unsere (amerikanischen) Mütter sind wir in den Besitz eines amerikanischen Passes gekommen. Als wir rund 2013 zum ersten Mal von den Gesetzen und Steuerpflichten hörten, herrschte bei uns Unglaube. Dazu gesellten sich Wut, Angst und Panik. Einige Fragen, die wir uns stellten, waren:  “Wie kann man einfach so über uns bestimmen? Bekomme ich jetzt eine Geldstrafe oder erwarten mich andere Probleme? Was muss ich jetzt tun?”  Der amerikanischen Steuerpflicht kann man nicht entkommen. Es gab damals für uns keinerlei Informationen von Seiten der Behörden. Das amerikanische Konsulat verwies uns an den IRS, und der IRS war undurchdringlich.

Darum haben wir diese Initiative gestartet, um den Leuten, die sich in derselben Situation wie wir befinden, mit umfassender Information zu helfen, um keine unnötige Panik aufkommen zu lassen und um unverbindliche Hilfe in der Form eines Netzwerks von bezahlbaren Experten anzubieten. Mit allen Ihren Fragen bezüglich der amerikanischen Steuerpflicht können Sie daher jederzeit Kontakt zu uns aufnehmen.

So sind wir auch Gesprächspartner der ‚Tweede Kamer’, des holländischen Parlaments, geworden. Wir haben jedoch noch einen langen Weg vor uns, bevor sich tatsächlich etwas ändern wird – falls überhaupt. Es ist vielleicht eine Beruhigung für die Betroffenen um zu erfahren, dass 90 Prozent der Fälle, die wir in Behandlung nehmen, zu übersichtlichen Lösungen führen. Sie haben somit in den meisten Fällen auch keine Steuerzahlungen in Amerika zur Folge.

Quelle: CNBC