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Wann werden Sie als steuerpflichtiger Greencard-Inhaber betrachtet (auch wenn Sie das Land verlassen haben)?

Wenn Sie Ihre Greencard erhalten, werden Sie automatisch zum steuerpflichtigen US-Bürger und müssen Ihr gesamtes Einkommen den US-amerikanischen Behörden gegenüber erklären.

Sie haben vielleicht schon davon gehört, dass die Anzahl Tage, die Sie jedes Jahr in den Vereinigten Staaten verbracht haben, Einfluss darauf hat, ob Sie steuerlich als Staatsbürger angesehen werden oder nicht. Das gilt nur für Leute mit Nichteinwanderungsvisa, siehe weiter unten. Es trifft nicht auf Greencard-Inhaber zu. Auch wenn Sie für ein ganzes Jahr außerhalb der USA bleiben, müssen Sie Ihr gesamtes weltweites Einkommen erklären.

Jeder US-Bürger oder jede Person, die eine Greencard hat, hat die Pflicht eine US-Steuererklärung abzugeben und alle US-Steuern zu zahlen. Im Falles eines Greencard-Eigners bleibt dies so, auch wenn die Greencard abgelaufen ist. Und wenn die Person viele Jahre nicht in die USA zurückgekehrt ist. In bestimmten Fällen kann es zu sehr heftigen steuerlichen Konsequenzen, gemäß den Ausbürgerungsregeln, führen, wenn Sie nicht gesetzeskonform vorgehen. Sie sollten sich immer steuerlich beraten lassen.

Greencard-Inhaber werden in der gleichen Weise wie US-Bürger besteuert. Das heißt, sie unterliegen der US-Einkommenssteuer auf ihr weltweites Einkommen. Und das unabhängig von der Quelle der Einkünfte oder wo der Greencard-Inhaber zur Zeit der Einkünfte gelebt hat. Abgesehen von den Steuergeldern, sind Steuererklärungen verpflichtend erforderlich, einschließlich der Abgabe von sogenannten FBARs. Sind diese nicht korrekt ausgefüllt, kann dies zu harten Sanktionen führen. Die Kosten für die professionelle Steuerberatung und -erklärung können sehr hoch sein, wenn internationale Steuerfragen zu behandeln sind, wie es bei Greencard-Inhabern häufig der Fall ist.

US-Einkommensteuer: Wie Sie auf die Greencard verzichten
Selbst wenn die Person nicht die Bedingungen für die Beibehaltung der Greencard zum Zwecke der US-Einwanderungsgesetze einhält, zählt das Behalten der Greencard im Sinne des US-Steuerrechts.

Gemäß der für Greencard-Inhaber geltenden US-amerikanischen Einkommenssteuerregelung erhält eine fremdstaatliche Person für jedes beliebige Kalenderjahr den Status eines dauerhaft in den USA niedergelassenen Ausländers bzw. „resident alien“ (wodurch eine weltweite Steuerpflicht entsteht). Voraussetzung ist, dass die Person im Laufe des besagten Kalenderjahres zu irgendeinem Zeitpunkt ihren rechtmäßigen ständigen Wohnsitz dort gehabt hat. Als jemand mit rechtmäßigem dauerhaften Wohnsitz gilt jede Person, der auf gesetzliche Weise das Recht eingeräumt wurde, sich als Einwanderer im Einvernehmen mit den geltenden Einwanderungsbestimmungen in den Vereinigten Staaten dauerhaft niederzulassen.

Viele Kunden gehen fälschlicherweise davon aus, dass nur weil ihre Greencard “abgelaufen” ist, sie nicht mehr den US-Steuern unterliegen. Das ist falsch. Die Steuergesetze sind bei diesem Thema sehr präzise. Gemäß den amerikanischen Steuerregeln gilt der Aufenthaltsstatus nach Erwerb als dauerhaft, sofern er nicht aufgehoben oder administrativ oder gerichtlich als aufgehoben bestimmt wird.

Eine “Aufhebung” des Aufenthaltsstatus erfolgt generell, wenn es eine endgültige behördliche oder gerichtliche Anweisung zur Ausweisung oder Deportation gibt. Eine administrative oder gerichtliche Bestimmung der “Rückgabe” des Aufenthaltsstatus kann durch die ausländische Person, die US-Einwanderungsbehörde oder das US-Konsulat initiiert werden. In den meisten Fällen initiiert die Person die Rückgabe der Karte.

Formular I-407 oder Absichtserklärung, den Aufenthaltsstatus abzugeben
Nach US-Steuergesetzen gilt der Aufenthaltsstatus als abgegeben, wenn der Antrag auf Aufgabe (INS Form I–407 “Aufgabe des rechtmäßigen dauerhaften Aufenthaltsstatus”) abgegeben wird. Es kann auch ein Brief sein, in dem die Ansicht dargelegt wird, seinen Aufenthaltsstatus und seine Greencard abzugeben. Diesem muss die Greencard beiliegen) abzugeben bei der US-Immigrationsbehörde oder dem Konsularbeamten). Die meisten Leute gehen mit den notwendigen Dokumenten in das nächste US-Konsulat oder die Botschaft und übergeben diese dem Beamten. Die Person erhält von dem Konsulatsbeamten eine abgestempelte Kopie der I-407. Sie muss als Nachweis aufbewahrt werden, dass die Karte formell und korrekt zurück gegeben wurde. Das Formular finden Sie hier: hier.

Es wird immer empfohlen, dass die Person persönlich das US-Konsulat oder die Botschaft aufsucht und die Greencard förmlich abgibt. Durch diesen Vorgang ist sie/er sich über jeden Schritt des Vorgangs gewahr und kann sicherstellen, dass sie/er einen geeigneten Nachweis der Abgabe erhält. Wenn dies nicht möglich ist, ist jedoch eine andere Methode möglich. Wenn die Einreichung einer Absichtserklärung, den US-Aufenthaltsstatus aufzugeben mit beiliegender Greencard die gewählte Methode ist, muss diese per Einschreiben mit Rückschein versandt werden (oder eine im Ausland gleichwertige Form verwendet werden). Eine Kopie des Briefs und der Greencard sowie ein Nachweis, dass der Brief verschickt wurde und eingegangen ist, sollte zurückbehalten werden

Vergessen Sie nicht –

• Personen, die Ihre Greencard zurückgeben wollen, sollten die Regeln in Bezug auf die “Rückführung” genau verstehen. Wenn man für mehrere Jahre eine Greencard hat, kann es aus US-steuerlicher Sicht kompliziert werden, auf die Greencard zu verzichten. Je nach Fall kann dies auf die Festsetzung der sogenannten ‘Wegzugsteuer’ hinauslaufen sowie weitere steuerliche Konsequenzen zur Folge haben.

• Achten Sie genau auf die Vorschriften für die erforderlichen Steuererklärungen (z. B. Formular 8854 und die endgültigen Steuererklärungen, welche Steuerjahre mit Doppelstatus reflektieren). Diese Fragen sowie die mögliche Steuerplanung sollten mit einem Steuerberater besprochen werden, bevor die Greencard aufgegeben wird.

• Das Aufgeben der Greencard ist unwiderruflich. Sofern die Person keinen Pass hat, der sie zu den Vorteilen des ’90-Tages-Visabefreiungsprogramms’ der Vereinigten Staaten berechtigt, muss sie sich für ein Visum bewerben, um künftig in die Vereinigten Staaten einzureisen.

Quelle Virginia La Torre Jeker J.D.  

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