Schenkungssteuern für US-Personen

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Veröffentlicht am: 07-05-2024 Zuletzt geändert am: 28-08-2026

Für US-Bürger und ansässige Ausländer, die im Ausland leben oder finanzielle Verbindungen über Grenzen hinweg haben, kann das Verständnis der Regeln rund um Geschenke entscheidend sein. Die IRS hat spezifische Richtlinien zu den steuerlichen Auswirkungen des Gebens und Empfangens von Geschenken, egal ob diese aus den USA stammen oder aus dem Ausland kommen.

Dabei ist es wichtig, zwischen Schenkungssteuer (Gift Tax), Erbschaftssteuer (Estate Tax) und einer reinen Meldepflicht zu unterscheiden. Nicht jede Schenkung, die gemeldet werden muss, führt tatsächlich zu einer Steuerzahlung.

Kann ich meinem Kind ein Geschenk machen? Muss ich das deklarieren?

Ja, Sie können Ihrem Kind ein Geschenk machen, und ob Sie es deklarieren müssen, hängt unter anderem von der Höhe ab.

Die IRS erlaubt US-Personen, jedes Jahr einen bestimmten Betrag pro Empfänger zu verschenken, ohne dass dafür in der Regel eine Schenkungssteuererklärung erforderlich ist. Dieser Betrag wird als jährlicher Freibetrag (annual gift tax exclusion) bezeichnet und regelmäßig angepasst.

Für 2026 beträgt der jährliche Freibetrag 19.000 US-Dollar pro Empfänger. Auch 2025 lag er bei 19.000 US-Dollar. Der bisher auf dieser Seite genannte Betrag von 18.000 US-Dollar galt für das Steuerjahr 2024.

Wenn Sie einem einzelnen Empfänger innerhalb eines Jahres mehr als den jährlichen Freibetrag schenken, müssen Sie in der Regel eine Schenkungssteuererklärung mit Formular 709 einreichen.

Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass Sie Schenkungssteuer zahlen müssen. Beträge oberhalb des jährlichen Freibetrags werden grundsätzlich auf Ihren lebenslangen Freibetrag für Schenkungs- und Erbschaftssteuer angerechnet.

Für 2026 beträgt dieser US-Bundesfreibetrag 15 Millionen US-Dollar pro Person. Deshalb kann eine Meldepflicht mit Formular 709 entstehen, obwohl tatsächlich keine US-Schenkungssteuer fällig wird.

Wie hoch ist die Schenkungssteuer in den USA?

Die USA kennen auf Bundesebene eine Schenkungssteuer (Federal Gift Tax). Entscheidend ist jedoch nicht nur die Höhe einer einzelnen Schenkung.

Für US-Personen spielen insbesondere zwei Freibeträge eine Rolle:

  • Jährlicher Freibetrag: 19.000 US-Dollar pro Empfänger im Jahr 2026.
  • Lebenslanger Freibetrag: 15 Millionen US-Dollar pro Person im Jahr 2026 für Schenkungen und Nachlass zusammen.

Erst wenn steuerpflichtige Schenkungen den verfügbaren lebenslangen Freibetrag überschreiten, kann tatsächlich US-Bundesschenkungssteuer entstehen.

Eine Schenkung oberhalb von 19.000 US-Dollar bedeutet deshalb nicht automatisch, dass Sie auf den darüberliegenden Betrag sofort Schenkungssteuer zahlen müssen. Häufig entsteht zunächst nur eine Meldepflicht mit Formular 709.

Was passiert, wenn ich ein Geschenk von einer nicht-US-Person oder einer US-Person erhalte? Muss ich es in meinen Unterlagen deklarieren?

Von einer US-Person

In der Regel müssen Sie, wenn Sie ein Geschenk von einer anderen US-Person erhalten, dies nicht als Einkommen in Ihrer US-Steuererklärung angeben, und es fällt beim Empfänger normalerweise keine Schenkungssteuer auf den Erhalt des Geschenks an.

Die Verpflichtung zur Meldung des Geschenks und möglicherweise zur Zahlung der Schenkungssteuer liegt grundsätzlich beim Geber, nicht beim Empfänger.

Von einer Nicht-US-Person

Wenn Sie als US-Person ein Geschenk oder Vermächtnis von einer nicht-US-Person erhalten, kann eine Meldepflicht entstehen.

Bei Geschenken oder Vermächtnissen von einer ausländischen Einzelperson oder einem ausländischen Nachlass liegt die relevante Meldeschwelle grundsätzlich bei mehr als 100.000 US-Dollar innerhalb eines Steuerjahres.

Für Geschenke von ausländischen Körperschaften oder ausländischen Partnerschaften gilt eine niedrigere, jährlich angepasste Schwelle. Für 2026 beträgt diese 20.573 US-Dollar.

Der bisher auf dieser Seite genannte Betrag von 16.388 US-Dollar ist veraltet.

Solche meldepflichtigen ausländischen Geschenke werden mit Formular 3520 gemeldet. Dabei geht es grundsätzlich um die Offenlegung der Transaktion gegenüber der IRS – nicht darum, dass der Empfänger allein aufgrund des Geschenks Schenkungssteuer zahlen muss.

Schenkung aus Deutschland in die USA: Welche Steuerregeln gelten?

Bei einer grenzüberschreitenden Schenkung können sowohl die amerikanischen als auch die deutschen Steuerregeln relevant sein.

Welche Regeln gelten, hängt unter anderem davon ab:

  • ob der Schenker US-Person oder Nicht-US-Person ist;
  • ob der Beschenkte US-Person ist;
  • wo Schenker und Beschenkter steuerlich ansässig sind;
  • welche Vermögenswerte verschenkt werden;
  • wie hoch die Schenkung ist.

Eine in Deutschland lebende US-Person kann beispielsweise weiterhin den amerikanischen Schenkungssteuer- und Meldevorschriften unterliegen. Gleichzeitig können aufgrund des Wohnsitzes oder anderer Anknüpfungspunkte deutsche steuerliche Regeln relevant sein.

Das bedeutet auch: Der Wohnsitz außerhalb der USA beendet die amerikanischen Schenkungssteuerregeln für einen US-Staatsbürger nicht automatisch.

Bei größeren grenzüberschreitenden Schenkungen sollte deshalb sowohl die US-amerikanische als auch die lokale steuerliche Behandlung geprüft werden. Weitere Informationen zum Zusammenspiel verschiedener Steuersysteme finden Sie unter Steuerabkommen.

Muss ich Steuern zahlen?

Bei geschenkten Geschenken

Wenn Sie als US-Person ein Geschenk geben, das den jährlichen Freibetrag überschreitet, müssen Sie in der Regel das Formular 709 einreichen.

Sie müssen dadurch jedoch nicht automatisch Schenkungssteuer zahlen. Solange Ihr verfügbarer lebenslanger Freibetrag nicht ausgeschöpft ist, kann eine Meldepflicht bestehen, ohne dass unmittelbar US-Schenkungssteuer fällig wird.

Bei erhaltenen Geschenken

Als Empfänger zahlen Sie in den USA in der Regel keine Schenkungssteuer auf erhaltene Geschenke, unabhängig davon, ob der Geber eine US- oder Nicht-US-Person ist.

Bei größeren Geschenken von Nicht-US-Personen kann jedoch eine Meldepflicht bestehen. Melden bedeutet in diesem Zusammenhang nicht automatisch Steuern zahlen.

Zusätzlich sollten Sie sich bei Ihrem lokalen Steuerberater über mögliche steuerliche Folgen im Land, in dem Sie wohnen, informieren.

Gibt es in den USA eine Erbschaftssteuer?

Ja. Neben der Schenkungssteuer gibt es in den USA auf Bundesebene auch eine Erbschafts- beziehungsweise Nachlasssteuer (Federal Estate Tax).

Anders als beispielsweise die deutsche Erbschaftsteuer setzt die US-Bundesnachlasssteuer grundsätzlich beim Nachlass des Verstorbenen an. Gift Tax und Estate Tax hängen im amerikanischen System eng miteinander zusammen und teilen sich grundsätzlich einen gemeinsamen lebenslangen Freibetrag.

Für 2026 beträgt dieser Freibetrag 15 Millionen US-Dollar pro Person.

Das ist auch der Grund, warum größere Schenkungen während des Lebens relevant für eine spätere US-Nachlasssteuer sein können: Schenkungen, die den jährlichen Freibetrag überschreiten und auf den lebenslangen Freibetrag angerechnet werden, können den noch verfügbaren Freibetrag für den späteren Nachlass reduzieren.

Bei internationalen Nachlässen kann die Situation erheblich komplexer werden, insbesondere wenn der Verstorbene oder die Erben in Deutschland leben oder sich Vermögenswerte in mehreren Ländern befinden.

Erbschaftssteuer USA und Deutschland: Was ist der Unterschied?

Die deutsche und die amerikanische Besteuerung von Erbschaften funktionieren nicht identisch.

Ein wesentlicher Unterschied besteht darin, dass die US Federal Estate Tax grundsätzlich den Nachlass besteuert, während die deutsche Erbschaftsteuer grundsätzlich beim Erwerb des Erben beziehungsweise Begünstigten ansetzt.

Bei deutsch-amerikanischen Nachlässen können dadurch zwei unterschiedliche Steuersysteme relevant sein. Entscheidend sind unter anderem Staatsangehörigkeit, Wohnsitz, steuerlicher Status und der Standort der Vermögenswerte.

Bei einer grenzüberschreitenden Erbschaft oder größeren Schenkung ist es deshalb wichtig, nicht einfach die deutschen Freibeträge mit den amerikanischen Freibeträgen zu vergleichen. Die Systeme funktionieren unterschiedlich und müssen im konkreten Fall gemeinsam betrachtet werden.

Welche Formulare muss ich verwenden?

Bei der Vergabe von Geschenken

Verwenden Sie das Formular 709, „United States Gift (and Generation-Skipping Transfer) Tax Return“, um bestimmte Schenkungen zu melden, insbesondere wenn der jährliche Freibetrag überschritten wird.

Beim Erhalt von Geschenken von einer Nicht-US-Person

Verwenden Sie das Formular 3520, „Annual Return to Report Transactions with Foreign Trusts and Receipt of Certain Foreign Gifts“, um bestimmte größere Geschenke von Nicht-US-Personen zu melden.

Es ist jedoch entscheidend, dass Sie sich bei Ihrem lokalen Steuerberater über die steuerlichen Auswirkungen im Land, in dem Sie wohnen, erkundigen.

Benötigen Sie weitere Informationen über US-Schenkungssteuern für US-Personen?

Wir, die Gründer von Americans Overseas, wurden in Europa geboren und erhielten unsere amerikanische Staatsbürgerschaft durch unsere (amerikanische) Mutter.

Als wir dies zum ersten Mal um 2013 hörten, gab es Unglauben (das kann doch nicht wahr sein), Wut (wie man das einfach so machen kann), Angst (bekomme ich jetzt Geldstrafen oder Probleme) und Panik (was soll ich tun?) Es ist (leider) wahr, dass es eine amerikanische Steuerpflicht gibt.

Für uns gab es keine Informationen von der lokalen Regierung, das Konsulat verwies uns an das amerikanische Finanzamt, aber das Finanzamt war undurchdringlich.

Deshalb haben wir diese Initiative ins Leben gerufen, um Menschen aus aller Welt mit guten Informationen zu unterstützen, unnötige Panik zu vermeiden und unverbindlich und kostenlos Hilfe zu leisten. Falls erforderlich, verfügen wir über ein Netzwerk erschwinglicher Fachleute (Steuerberater), die Ihnen bei Schenkungssteuern USA für US-Personen helfen können.

Nehmen Sie jetzt für weitere Informationen Kontakt auf

 

Quellen Schenkungssteuern USA:

 

Häufig gestellte Fragen zur Schenkungssteuer in den USA

Verstehen des US-Steuersystems, der Verpflichtungen und aller zusätzlichen Bedingungen kann schwierig sein. Vor allem, wenn man außerhalb Amerikas lebt. Ist Ihre Frage nicht beantwortet? Kontaktieren Sie uns.

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