Investieren als US Person: Worauf sollten Sie achten?

Linda Mabelis

5 min
Veröffentlicht am: 28-03-2026 Zuletzt geändert am: 28-03-2026

Investieren kann deutlich komplizierter werden, wenn Sie zusätzlich in den USA steuerpflichtig sind. Bestimmte Anlagen oder Fonds, die außerhalb der Vereinigten Staaten ganz normal erscheinen, können in den USA unerwartete steuerliche Folgen auslösen.

Gerade für Unternehmer und vermögende Privatpersonen ist das ein wichtiges Thema. Wer Vermögen aufbauen, für den Ruhestand planen oder international investieren möchte, sollte nicht nur auf die Regeln im Wohnsitzland achten, sondern auch auf die steuerliche Behandlung in den Vereinigten Staaten.

Genau deshalb ist es wichtig, sich im Vorfeld gut zu informieren.

Warum Investieren für eine US Person anders ist

Die Vereinigten Staaten gehören zu den wenigen Ländern, die ihre Staatsbürger und viele Green-Card-Inhaber auch dann weiterhin besteuern, wenn sie im Ausland leben. Das bedeutet, dass Sie als US Person nicht nur die Regeln Ihres Wohnsitzlandes berücksichtigen müssen, sondern auch die US-Steuerfolgen Ihrer Investments, Konten und Vermögensstrukturen.

Für viele Menschen kommt das überraschend. Sie leben vielleicht schon seit Jahren in Europa, arbeiten mit einer lokalen Bank oder einem Vermögensverwalter und gehen davon aus, dass Ihre Geldanlage rein lokal zu betrachten ist. Aus Sicht der USA kann die Situation jedoch ganz anders bewertet werden.

Besonders häufig entstehen Probleme bei ausländischen Fonds und passiven Anlagen. PFICs werden im Ausgangsmaterial ausdrücklich als problematisch beschrieben, und auch IRAs bzw. Roth IRAs werden als mögliche US-spezifische Planungsinstrumente genannt. 

Was ist eine PFIC?

Eine der bekanntesten Fallen für Amerikaner im Ausland ist die PFIC, also eine Passive Foreign Investment Company.

Vereinfacht gesagt geht es dabei um eine passive ausländische Kapitalanlage. Dazu können bestimmte Investmentfonds, ETFs oder ähnliche Anlageprodukte außerhalb der USA gehören.

Genau hier geraten viele US Persons in Schwierigkeiten. Ein Fonds, der in Ihrem Wohnsitzland als gewöhnlich, solide oder sinnvoll gilt, kann nach US-Steuerrecht sehr nachteilig behandelt werden. PFICs sind dafür bekannt, zusätzliche Meldepflichten und teils erhebliche steuerliche Nachteile auszulösen. Das Material beschreibt PFICs deshalb ausdrücklich als etwas, das man möglichst vermeiden sollte.


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Bin ich eine US Person für Steuerzwecke?

Finden Sie in nur 2 Minuten heraus, ob die IRS Sie als „US Person“ einstuft und ob Sie möglicherweise verpflichtet sind, eine US-Steuererklärung einzureichen – auch wenn Sie außerhalb der USA leben.

Das Problem: Oft wissen Sie gar nicht genau, was Sie halten

Ein wesentliches Risiko besteht darin, dass viele Anleger gar nicht genau wissen, welche Produkte sich tatsächlich in ihrem Portfolio befinden. Das gilt vor allem dann, wenn Investments über eine Bank, eine Standard-Depotlösung oder eine Vermögensverwaltung gehalten werden.

Sie sehen vielleicht den Namen eines Fonds oder eines Anlagepakets, wissen aber nicht automatisch, wie dieses Produkt aus US-steuerlicher Sicht eingeordnet wird. Genau darin liegt die Gefahr: Manche Anleger halten problematische Produkte, ohne es zu merken.

Für Unternehmer und vermögende Privatpersonen ist das besonders relevant. Je größer das Vermögen oder je internationaler die Struktur, desto wichtiger wird es, dass eine Anlage nicht nur lokal sinnvoll erscheint, sondern auch mit den US-Melde- und Steuervorschriften vereinbar ist.

Warum manche Banken und Anbieter zurückhaltend sind

Viele Banken und Finanzinstitute außerhalb der Vereinigten Staaten sind vorsichtig, wenn ein Kunde zugleich eine US-Steuerpflicht hat. Der Grund ist einfach: US Persons bringen zusätzliche Compliance-Fragen mit sich, und bestimmte Produkte sind für Personen mit IRS-Meldepflicht schlicht ungeeignet.

Das kann dazu führen, dass einzelne Anlageprodukte nicht angeboten werden, dass Konten anders geprüft werden oder dass Investieren insgesamt schwieriger wird. Im Ausgangsmaterial wird ausdrücklich beschrieben, dass Banken große Zurückhaltung zeigen können, wenn es um Anlageprodukte für US Persons geht, gerade weil solche Produkte in den USA steuerlich problematisch sein können. 

Was ist, wenn Sie bereits problematische Anlagen halten?

Dann ist vor allem wichtig, nicht vorschnell zu handeln. Der erste Schritt sollte immer sein, sich einen klaren Überblick zu verschaffen: Was halten Sie genau, wie wird es in den USA behandelt, und welche nächsten Schritte sind sinnvoll?

Manchmal stellt sich heraus, dass ein bestehendes Portfolio steuerlich ungünstige Bestandteile enthält. In solchen Fällen kann spezialisierte Begleitung helfen, geeignete Alternativen zu prüfen und das Portfolio strukturiert anzupassen. Das Material nennt ausdrücklich, dass spezialisierte Finanzplaner dabei helfen können, PFIC-haltige Bestände in geeignetere Anlagen umzuwandeln.

Überstürzte oder nur teilweise Korrekturen sind meist nicht die beste Lösung. Gerade bei grenzüberschreitenden Steuerfragen kommt es auf einen abgestimmten Gesamtansatz an.

Gibt es auch Chancen oder Vorteile?

Ja. Der Status als US Person bringt nicht nur Einschränkungen mit sich. In manchen Fällen ergeben sich auch Möglichkeiten, die speziell mit der US-Steuerposition zusammenhängen.

Dazu gehören beispielsweise US-Ruhestandslösungen wie eine IRA oder Roth IRA. Diese werden im Material ausdrücklich als Optionen genannt, die für manche US Persons beim langfristigen Vermögensaufbau interessant sein können. Gleichzeitig wird dort betont, dass man immer beide Seiten prüfen muss: die Vorteile aus US-Sicht und mögliche Nachteile im Wohnsitzland.

Eine Lösung ist nur dann wirklich sinnvoll, wenn sie international funktioniert und nicht nur auf einer Seite vorteilhaft aussieht.

Für Unternehmer und vermögende Privatpersonen ist Vorausplanung besonders wichtig

Wer Vermögen aufbaut, ein Unternehmen führt oder größere finanzielle Entscheidungen plant, sollte Investitionen nie isoliert betrachten. Sie sind Teil eines größeren internationalen Steuerbildes.

Das gilt besonders, wenn Sie:

  • privat Vermögen neben Ihrem Unternehmen aufbauen

  • über Holdingstrukturen oder internationale Vehikel investieren

  • mit Private Banking oder Vermögensverwaltung arbeiten

  • international für den Ruhestand planen

  • ein Unternehmen verkaufen, umziehen oder umstrukturieren möchten

In solchen Konstellationen reicht es nicht, dass eine Anlage gut klingt oder lokal üblich ist. Sie muss auch langfristig zu Ihrer gesamten steuerlichen Situation als US Person passen.

Spezialisiertes Fachwissen macht oft den Unterschied

Investieren als US Person verlangt sowohl steuerliches Verständnis als auch Wissen über Finanzprodukte. Genau deshalb reicht allgemeine Anlageberatung häufig nicht aus.

Ein Spezialist mit Erfahrung im Bereich Americans abroad kann helfen, Risiken zu erkennen, problematische Produkte zu identifizieren und geeignetere Alternativen zu finden. Laut Ausgangsmaterial verfügt Americans Overseas inzwischen auch über ein Netzwerk von Finanzplanern, die auf Vermögensaufbau und Investieren für US Persons spezialisiert sind.

Das ist nicht nur für sehr große Vermögen relevant. Oft ist es gerade bei kleineren oder mittleren Portfolios sinnvoll, früh Klarheit zu schaffen, bevor teure Korrekturen nötig werden.

Die wichtigste Botschaft: Erst verstehen, dann investieren

Die Kernaussage ist einfach: Investieren als US Person erfordert zusätzliche Sorgfalt. Was für andere Anleger eine Standardlösung ist, kann für Sie zusätzliche Meldepflichten oder steuerliche Nachteile auslösen.

Deshalb ist es in der Regel besser, die eigenen Optionen vor einer Investition prüfen zu lassen, statt Probleme später unter Zeitdruck korrigieren zu müssen.

Kostenlose und unverbindliche Information

Sind Sie eine US Person und möchten besser verstehen, worauf Sie beim Investieren, beim Vermögensaufbau oder bei der Ruhestandsplanung achten sollten? Americans Overseas kann Sie kostenlos und unverbindlich mit einem Spezialisten aus dem Netzwerk in Kontakt bringen, der Erfahrung mit internationaler Finanzplanung und US-Steuerpflicht hat. Im Material wird außerdem erwähnt, dass es im Netzwerk auch Berater mit niedrigeren Einstiegsschwellen gibt. 

So erhalten Sie zunächst Klarheit und können Ihre nächsten Entscheidungen besser informiert treffen.

Nehmen Sie jetzt für weitere Informationen Kontakt auf

 

 

Geschrieben von Linda Mabelis

Geschäftsführer & Partner

Linda Mabelis ist Geschäftsführerin und Inhaberin von Americans Overseas und hilft Privatpersonen, den richtigen Steueranwalt für ihre individuelle Situation zu finden. Mit umfangreicher Berufserfahrung und einem tiefen Verständnis für die Komplexität, mit der Americans Overseas konfrontiert ist, ist Linda Mabelis bestrebt, personalisierte und effektive Lösungen anzubieten.

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