The New York Times: Kosten für den Verzicht auf die US-Staatsbürgerschaft sinken deutlich

Linda Mabelis

5 min
Veröffentlicht am: 17-03-2026 Zuletzt geändert am: 17-03-2026

Laut einer Veröffentlichung in The New York Times senkt das US-Außenministerium die Gebühr für den Verzicht auf die US-Staatsbürgerschaft deutlich. Ab dem 13. April fällt die Gebühr von 2.350 US-Dollar auf 450 US-Dollar. Für viele Amerikaner im Ausland ist das eine wichtige Entwicklung.   

Für Menschen, die schon länger darüber nachdenken, ihre US-Staatsbürgerschaft aufzugeben, war die hohe Gebühr jahrelang eine zusätzliche Hürde. Die Senkung ändert nichts an den grundlegenden steuerlichen Problemen rund um die US-Staatsbürgerschaft im Ausland, aber sie macht einen möglichen Weg deutlich zugänglicher. 

Warum diese Nachricht wichtig ist

Für viele Menschen außerhalb der Vereinigten Staaten ist die US-Staatsbürgerschaft nicht nur ein formaler Status. Die USA gehören zu den wenigen Ländern, die ihre Steuern nicht nur am Wohnsitz, sondern am Staatsbürgerschaftsprinzip ausrichten. Das bedeutet, dass Amerikaner im Ausland oft weiterhin US-Steuererklärungen abgeben müssen, auch wenn sie seit Jahren in einem anderen Land leben und möglicherweise kaum oder gar keine US-Steuern schulden. Hinzu kommt, dass ausländische Banken Kontoinhaber mit US-Bezug identifizieren und melden müssen.   

Dadurch kann die US-Staatsbürgerschaft in der Praxis zur Belastung werden. Das gilt besonders für Menschen, die erst später feststellen, dass sie von den USA weiterhin als amerikanische Staatsbürger betrachtet werden — etwa weil sie in den Vereinigten Staaten geboren wurden oder einen amerikanischen Elternteil haben, ihr Leben aber ansonsten außerhalb der USA verbracht haben. 

Was hat sich jetzt geändert?

Die Kosten für den Verzicht auf die US-Staatsbürgerschaft werden von 2.350 US-Dollar auf 450 US-Dollar gesenkt. Die Änderung tritt am 13. April in Kraft.

Vorgeschlagen wurde diese Senkung bereits im Oktober 2023. Damit kehrt die Gebühr auf das Niveau zurück, das erstmals 2010 eingeführt wurde.   

Die Erhöhung auf 2.350 US-Dollar im Jahr 2015 war jahrelang stark umstritten. Die US-Regierung argumentierte damals, dass sie die vollständigen Bearbeitungskosten decken wolle. Das Verfahren umfasst mehrere Gespräche, eine formale Prüfung und eine offizielle Verzichtserklärung. 

Der Verzicht bleibt ein schwerwiegender Schritt

Die niedrigere Gebühr ist eine wichtige Erleichterung, aber der Verzicht auf die US-Staatsbürgerschaft bleibt eine bedeutende rechtliche Entscheidung. Das Verfahren ist weder schnell noch formlos. Um ein Certificate of Loss of Nationality zu erhalten, sind Gespräche mit Konsularbeamten, ein Prüfverfahren und ein formeller Eid erforderlich. Der gesamte Prozess kann Monate dauern.   

Das US-Außenministerium weist außerdem darauf hin, dass ein Verzicht erhebliche Folgen haben kann. Dazu gehören unter anderem das Risiko, staatenlos zu werden, oder künftig ein Visum für die Einreise in die Vereinigten Staaten zu benötigen.   

Nicht automatisch für jeden die richtige Lösung

Dass die Gebühr jetzt deutlich sinkt, bedeutet nicht automatisch, dass ein Verzicht für jeden die richtige Entscheidung ist. Für viele Betroffene beginnt der Weg zunächst mit Klarheit: Werde ich rechtlich tatsächlich als US-Staatsbürger angesehen? Welche Steuer- oder Meldepflichten gelten für mich? Welche Optionen habe ich in meiner persönlichen Situation? Dieses Bedürfnis nach sorgfältiger Einordnung passt auch zur deutschen Zielgruppe, die besonders stark auf Vollständigkeit, Korrektheit und formale Sicherheit reagiert. 

Genau deshalb bleibt eine sorgfältige Vorbereitung wichtig. Die niedrigeren Kosten machen einen Weg leichter zugänglich, beseitigen aber nicht die praktischen und steuerlichen Fragen, die mit der US-Staatsbürgerschaft im Ausland verbunden sind.

Eine wichtige Veränderung, aber nicht das Ende des Problems

Die Gebührensenkung ist ohne Zweifel eine wichtige Veränderung. Für Menschen, die seit Jahren über einen Verzicht nachdenken, wird eine erhebliche finanzielle Hürde deutlich niedriger. Das größere Problem für Amerikaner im Ausland — Steuererklärungen, Meldepflichten und Schwierigkeiten mit Banken — bleibt jedoch bestehen.   

Für viele ist das also nicht das Ende der Geschichte, sondern eine wichtige Veränderung, die eine Option spürbar erreichbarer macht.

Americans Overseas wird das weiter verfolgen

Americans Overseas wird weiter beobachten, wie diese Änderung in der Praxis umgesetzt wird, und Betroffene über relevante Entwicklungen für Amerikaner im Ausland informieren. Die niedrigere Gebühr ist ein wichtiger Schritt, beendet aber nicht die praktischen und steuerlichen Fragen rund um den Verzicht auf die US-Staatsbürgerschaft. Gerade deshalb bleibt eine sorgfältige Vorbereitung entscheidend.

Nehmen Sie jetzt für weitere Informationen Kontakt auf

 

Quellen:

Source: The New York Times

Federal Register – U.S. Department of State, Schedule of Fees for Consular Services—Fee for Administrative Processing of Request for Certificate of Loss of Nationality

 

Geschrieben von Linda Mabelis

Geschäftsführer & Partner

Linda Mabelis ist Geschäftsführerin und Inhaberin von Americans Overseas und hilft Privatpersonen, den richtigen Steueranwalt für ihre individuelle Situation zu finden. Mit umfangreicher Berufserfahrung und einem tiefen Verständnis für die Komplexität, mit der Americans Overseas konfrontiert ist, ist Linda Mabelis bestrebt, personalisierte und effektive Lösungen anzubieten.

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Häufig gestellte Fragen zum Verzicht auf die US-Staatsbürgerschaft

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