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Neue Rekorde beim Verzicht auf die amerikanische Staatsbürgerschaft, aber nicht wegen Trump

amerikanischen Steuern

Laut Fortune zeigen die offiziellen Regierungsstatistiken der USA neue Rekordzahlen von amerikanischen Bürgern, die ihre Nationalität aufgeben, aber nicht wegen Präsident Trump, sondern wegen der amerikanischen Steuern.

Der IRS veröffentlicht alle Namen derjenigen Amerikaner, die ihre Staatsbürgerschaft aufgeben. Letztes Jahr wurde ein neuer Rekord mit 4.279 Personen erzielt. Warum verabschieden sich so viele amerikanische Staatsbürger von Onkel Sam?

Das hat nichts mit Präsident Trump zu tun: das ist eine Folge der amerikanischen Steuergesetzgebung. Viele US-Bürger haben genug von dem Ärger und den Kosten, die die amerikanischen Steuervorschriften mit sich bringen. Die meisten von ihnen sind US-Bürger, die schon lange im Ausland leben und die sich noch nicht einmal der Tatsache bewusst waren, dass sie überhaupt ihre Steuern in den USA erklären müssen.

FATCA

Aufgrund des ‚Foreign Account Tax Compliance Act’ (FATCA), der eigentlich dazu gedacht war, dass Steuerhinterziehung auf Offshore-Bankkonten ‚entdeckt, abgeschreckt und entmutig’ werden sollte, sind ausländische Banken jetzt verpflichtet zu melden, wenn sie amerikanische Kunden haben.

Ganz anders als im Rest der Welt basiert die amerikanische Steuerpflicht auf der Staatsbürgerschaft und nicht auf dem Wohnsitzlandmodell. Das hat zur Folge, dass viele langjährige ‚Expats’ auf einmal mit amerikanischen Steuererklärungen und Zahlungspflichten konfrontiert werden. Obgleich im Ausland gezahlte Steuern mit den Steuerschulden in Amerika ausgeglichen werden, müssen US-Bürger in einigen Fällen doch noch extra Steuern bezahlen, aufgrund von Wertzuwachs ihrer Immobilien oder Kapitalgewinn anderer Vermögenswerte.

Wenn man seinen Verpflichtungen nicht nachkommt, sind die Strafgelder hoch. Dies hat zu großer Konsternierung bei den ausländischen Banken geführt, infolgedessen einige dieser Banken die Konten ihrer amerikanischen Kunden geschlossen haben.

Durch diese Verpflichtungen sind auch neue Steuererklärungspflichten für Personen mit ausländischen Vermögenswerten entstanden, mit erhöhten Strafgeldern bei Nichterklärung. Das Bußgeld beträgt $ 10.000 pro Erklärung. Die Konsequenzen sind noch härter, wenn man bewusst kein ‚Report of Foreign Bank and Financial Accounts’ (FBAR Foreign Bank Account Report) einreicht. Dies hat ein Bußgeld in Höhe von $ 100.000 oder 50% des Kontostandes zur Folge.

US-Staatsbürgerschaft aufgeben wegen der amerikanischen Steuern

Die betroffenen Personen werden immer besorgter und verängstigter. Sie möchten nichts mit dem IRS zu tun haben und demzufolge ihre US-Staatsbürgerschaft aufgeben.

Viele dieser Auslands-Amerikaner haben bereits in dem Land, in den sie leben und arbeiten, ihre Steuern bezahlt, und haben sich nicht um ihre amerikanische Steuererklärung gekümmert. Die meisten Länder dieser Welt verlangen nämlich nur dann Steuerzahlungen, wenn man innerhalb ihrer Grenzen lebt und arbeitet. Es gibt nur zwei Nationen – die USA und Eritrea — die Steuerzahlungen auch dann verlangen, wenn ihre Bürger in anderen Ländern leben.

Ein Beispiel: ein holländischer Amerikaner, der in den Niederlanden lebt, verkauft sein Haus mit Gewinn. Über diesen Betrag braucht er in den Niederlanden keine Steuern zu bezahlen. Nach US-Steuergesetzgebung muss er jedoch wohl eine Steuererklärung ausfüllen und ab einem bestimmten Betrag auch Steuern bezahlen.

Verzicht ist weder billig noch einfach

Die Menschen stellen sich die folgende Frage: ist meine US-Staatsbürgerschaft es wert, dass ich dafür hunderte oder tausende von Dollar ausgebe? Amerika mag dann das ‚Land of the Free’ sein, wenn man es verlassen will, liegt die Sache anders und wird man mit hohen Kosten konfrontiert. Ein Verzicht auf die Staatsbürgerschaft kann auch noch wesentliche steuerliche Auswirkungen haben, zum Beispiel eine Wegzugsteuer auf alle Vermögenswerte.

Verzicht auf die amerikanische Nationalität ist also weder einfach noch billig. Wer seine Bindungen mit Amerika durchtrennen will, muss erst seine Steuer für die zurückliegenden fünf Jahre erklären, und eventuell die Wegzugsteuer bezahlen. Bei einem persönlichen Termin auf dem amerikanischen Konsulat wird dann offiziell die Staatsbürgerschaft aufgegeben. Man muss also mit den amerikanischen Behörden ins Reine kommen, bevor man seine Staatsbürgerschaft aufgeben kann – und dafür kann man dieses Mal nicht Trump die Schuld in die Schuhe schieben.

Americans Overseas

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