Amerikaner in Deutschland sehen sich zunehmender Angst und finanziellen Belastungen aufgrund der US-Steuerregeln gegenüber. Das einzigartige Besteuerungssystem, das auf der Staatsbürgerschaft und nicht dem Wohnsitz basiert, trägt zu steigenden Staatsbürgerschaftsverzichtserklärungen bei. Befragte Personen führen Scheidung, finanzielle Herausforderungen und die Angst vor Investitionen in Deutschland als Gründe an. Doppelte Steuererklärungsverpflichtungen und die Auswirkungen der FATCA- und FBAR-Anforderungen verschärfen die Schwierigkeiten weiter und behindern die Integration, was unter den unbeabsichtigten Amerikanern Frustration hervorruft.
Laut The Local stellen sich für jeden, der nach Deutschland zieht, einzigartige Herausforderungen. Doch für Amerikaner, die im Land leben und arbeiten, sind zunehmende Berichte über Angst und finanziellen Stress mit den US-Steuerbestimmungen verbunden.
Für viele US-Bürger in Deutschland geht es dabei nicht nur um die Frage, ob tatsächlich zusätzliche Steuern in den USA gezahlt werden müssen. Oft geht es vor allem um die jährliche US-Steuererklärung, zusätzliche Meldepflichten, Bankprobleme, FATCA, FBAR und die Unsicherheit, welche Regeln für die eigene Situation gelten.
Die Hauptursache der Besorgnis sind die Steueranforderungen, die die US-Regierung Amerikanern im Ausland auferlegt, einschließlich jener in Deutschland. Dies, gepaart mit Gesetzen, die sowohl Einzelpersonen als auch ihre Banken zur Meldung ihrer Vermögenswerte zwingen, hat eine wachsende Belastung geschaffen.
Im Gegensatz zu den meisten anderen Ländern basiert das Besteuerungssystem der USA nicht nur auf dem Wohnsitz, sondern auch auf der Staatsbürgerschaft. Wer US-Bürger ist, bleibt grundsätzlich auch dann gegenüber den USA steuerlich meldepflichtig, wenn er oder sie dauerhaft in Deutschland lebt, dort arbeitet und dort bereits Steuern zahlt.
Diese einzigartige Herangehensweise trägt erheblich zu einem steigenden Trend von Amerikanern in ganz Europa bei, die ihre Staatsbürgerschaft aufgeben.
Viele Amerikaner in Deutschland fragen sich: Muss ich in Deutschland und in den USA Steuern zahlen?
Die kurze Antwort lautet: In Deutschland zahlen Sie in der Regel Steuern, wenn Sie dort wohnen, arbeiten oder steuerlich ansässig sind. Gleichzeitig können US-Bürger weiterhin verpflichtet sein, jedes Jahr eine US-Steuererklärung einzureichen. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass zusätzlich US-Steuern gezahlt werden müssen.
In vielen Fällen können Mechanismen wie der Foreign Tax Credit, bestimmte Ausschlüsse oder das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen den USA und Deutschland verhindern, dass dasselbe Einkommen doppelt besteuert wird. Die US-Erklärung bleibt aber häufig trotzdem erforderlich.
Wichtig ist daher die Unterscheidung zwischen:
Gerade diese Unterscheidung ist für viele Amerikaner in Deutschland verwirrend.
Finden Sie in nur 2 Minuten heraus, ob die IRS Sie als „US Person“ einstuft und ob Sie möglicherweise verpflichtet sind, eine US-Steuererklärung einzureichen – auch wenn Sie außerhalb der USA leben.
Ein US-Bürger mit Wohnsitz in Deutschland kann gleichzeitig mit zwei Steuersystemen zu tun haben. Deutschland besteuert in der Regel Personen, die dort steuerlich ansässig sind. Die USA verlangen von US-Bürgern und bestimmten Green-Card-Inhabern oft weiterhin eine jährliche US-Steuererklärung.
Das gilt auch dann, wenn das Einkommen vollständig in Deutschland erzielt wurde, das Gehalt auf ein deutsches Bankkonto gezahlt wird und keine aktuelle Verbindung zu den USA besteht.
Mehr zur grundsätzlichen US-Steuerpflicht finden Sie hier: Steuerpflicht für US-Personen.
Die Auswirkungen erstrecken sich auf Amerikaner, die in Deutschland leben, wie in einer kürzlich durchgeführten Umfrage betont wurde. Einige Teilnehmer wiesen auf die Steuerlast und den Stress als Ursachen für Scheidungen hin, während andere Herausforderungen beim Sparen oder erhebliche Kosten für spezialisierte finanzielle Beratung anführten.
„Eigentlich würde ich gerne in mein Leben in Deutschland investieren, habe aber zu viel Angst davor“, äußerte ein Befragter.
Diese Angst entsteht oft nicht nur durch mögliche Steuern, sondern durch Unsicherheit. Viele wissen nicht, ob sie korrekt gemeldet haben, ob ihre deutschen Konten ein Problem darstellen, ob sie ein Depot eröffnen dürfen oder ob ein deutscher Fonds in den USA steuerlich kompliziert wird.
Trotz eines Abkommens zwischen den USA und Deutschland zur Vermeidung der Doppelbesteuerung von Einkommen und Vermögenswerten sind Amerikaner oft weiterhin verpflichtet, jedes Jahr eine US-Steuererklärung abzugeben, unabhängig von ihrem Wohnsitz. Bei Nichteinhaltung können Strafen durch den Internal Revenue Service (IRS) drohen.
Diese Anforderung betrifft auch „Accidental Americans“, die in den USA geboren wurden, aber keine wesentliche Verbindung zum Land haben. Viele dieser Personen leben seit ihrer Kindheit in Deutschland, sprechen kaum Englisch oder haben nie in den USA gearbeitet. Trotzdem können sie steuerlich als US-Person gelten.
Wer bisher noch nie eine US-Steuererklärung eingereicht hat, sollte nicht vorschnell reagieren, sondern zuerst prüfen lassen, welcher Weg sinnvoll ist. In manchen Fällen kann das Streamlined-Verfahren eine Möglichkeit sein, frühere Jahre korrekt nachzumelden.
Das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen den USA und Deutschland soll verhindern, dass Einkommen doppelt besteuert wird. In der Praxis bedeutet das aber nicht, dass US-Bürger in Deutschland automatisch von der US-Steuererklärung befreit sind.
Das Abkommen kann helfen, festzulegen, welches Land bestimmte Einkünfte besteuern darf, und es kann Doppelbesteuerung reduzieren. Häufig spielen dabei auch der Foreign Tax Credit oder andere US-Regeln eine Rolle. Dennoch bleibt die jährliche US-Meldepflicht für viele US-Personen bestehen.
Deshalb ist es riskant anzunehmen: „Ich zahle schon in Deutschland Steuern, also muss ich in den USA nichts tun.“ Häufig ist genau diese Annahme falsch. Richtig ist eher: In vielen Fällen entsteht durch deutsche Steuerzahlungen keine oder nur geringe zusätzliche US-Steuer, aber die US-Erklärung muss trotzdem korrekt eingereicht werden.
Weitere Informationen finden Sie hier: US-Doppelbesteuerungsabkommen.
Amerikaner im Ausland stehen zusätzlichen Herausforderungen durch den Foreign Account Tax Compliance Act (FATCA) gegenüber. Dieses Gesetz verpflichtet ausländische Finanzinstitute, bestimmte Informationen über US-Personen an die US-Behörden zu melden. Das hat viele deutsche Banken dazu veranlasst, bei amerikanischen Kunden vorsichtiger zu sein oder bestimmte Dienstleistungen einzuschränken.
Auch die Pflicht zur Einreichung des Foreign Bank and Financial Accounts Report (FBAR) ist für Amerikaner in Deutschland wichtig. US-Personen müssen ausländische Finanzkonten melden, wenn der Gesamtwert aller meldepflichtigen ausländischen Konten zu irgendeinem Zeitpunkt im Jahr über 10.000 US-Dollar lag.
Das kann deutsche Girokonten, Sparkonten, gemeinsame Konten, Depots oder Konten betreffen, für die man zeichnungsberechtigt ist. Die FBAR ist keine Steuerzahlung, sondern eine separate Meldepflicht.
Viele Amerikaner in Deutschland erleben praktische Schwierigkeiten beim Eröffnen oder Führen eines Bankkontos, Depots oder Anlagekontos. Manche Banken fragen nach dem Geburtsort, der US-Staatsangehörigkeit oder einer US-Steuernummer. Sobald eine US-Verbindung sichtbar wird, können zusätzliche Formulare oder Einschränkungen folgen.
Besonders kompliziert kann die Geldanlage werden. Deutsche Fonds, ETFs oder bestimmte Investmentprodukte können aus US-Sicht steuerlich ungünstig sein. Häufig fällt in diesem Zusammenhang der Begriff PFIC. Für US-Personen können solche Produkte zusätzliche Meldepflichten, komplexe Formulare oder ungünstige steuerliche Folgen auslösen.
Das bedeutet nicht, dass US-Bürger in Deutschland nicht investieren können. Es bedeutet aber, dass sie vor der Eröffnung eines Depots oder dem Kauf von Fonds, ETFs oder anderen Anlageprodukten prüfen sollten, welche US-Steuerfolgen entstehen können.
Praktische Fragen sind zum Beispiel:
Gerade bei Vermögen, gemeinschaftlichen Konten, Rentenprodukten oder Investitionen ist spezialisierte Beratung sinnvoll.
Die Verpflichtung für Amerikaner in Deutschland, jährlich Steuererklärungen abzugeben, wurde von fast allen Befragten als unfair und belastend empfunden. Ein in Deutschland ansässiger Amerikaner sagte:
„Ich lebe seit über 30 Jahren im Ausland und habe nicht viel Geld verdient, musste aber jedes Jahr Tausende bezahlen, um meine US-Steuern von einem Profi erstellen zu lassen, damit ich keine Probleme bekomme, obwohl ich keine Steuern schulde. Das ist enorm stressig und zeitaufwendig.“
Ein anderer Befragter, der nicht für die Zukunft seiner Tochter sparen konnte, betonte die Auswirkungen auf das tägliche Leben:
„Ich musste auch das Sparkonto meiner Tochter schließen – sie ist US-Bürgerin, für die ich natürlich zeichnungsberechtigt bin. Die dort anfallenden Zinsen machten es schwieriger, meine Steuererklärungen zu machen. Jetzt bewahre ich Bargeld zu Hause als Ersparnis auf, was ich verabscheue.“
Wenn Sie Unterstützung bei der jährlichen US-Steuererklärung benötigen, finden Sie hier weitere Informationen: Amerikanische Steuererklärung.
Viele Befragte äußerten Frustration über die doppelte Verpflichtung, Steuererklärungen sowohl in Deutschland als auch in den USA abzugeben. Ihre Wut war jedoch besonders ausgeprägt hinsichtlich der nachteiligen Auswirkungen von FATCA und FBAR.
„Seit 2013 kämpfen meine Frau und ich damit, dass ich toxisch bin. Es gibt keine Zukunft für Amerikaner im Ausland. Eines Tages werden wir gezwungen sein, zurückzukommen, um ein normales Leben zu führen“, beklagte sich ein Befragter.
Für viele Amerikaner in Deutschland ist der belastendste Teil nicht unbedingt eine hohe Steuerzahlung, sondern das Gefühl, dauerhaft anders behandelt zu werden: von Banken, Finanzberatern, Steuerbehörden und manchmal sogar von der eigenen Familie, wenn gemeinsame Konten, Hypotheken oder Investitionen betroffen sind.
Besonders schwierig ist die Situation für Menschen mit doppelter Staatsbürgerschaft. Wer sowohl die deutsche als auch die amerikanische Staatsangehörigkeit besitzt, wird in Deutschland oft als deutscher Staatsbürger behandelt, kann aus US-Sicht aber weiterhin als US-Person gelten.
Das bedeutet: Auch wenn jemand in Deutschland geboren oder aufgewachsen ist, dort arbeitet, dort Steuern zahlt und keine wirtschaftliche Verbindung zu den USA hat, kann eine US-Steuererklärung erforderlich sein.
Typische Situationen sind:
In solchen Fällen ist es wichtig, zuerst den eigenen Status zu klären. Nicht jede Person mit einer Verbindung zu den USA hat dieselben Pflichten, aber wer als US-Person gilt, sollte die steuerlichen Folgen ernst nehmen.
Doppelbürger, insbesondere „Accidental Americans“, standen unerwarteten Herausforderungen gegenüber. Ein Befragter, der deutsche Eltern hatte, entdeckte seine US-Steuerpflichten erst im späteren Leben und äußerte Schock und Angst.
Ein anderer deutscher Staatsbürger mit amerikanischem Hintergrund drückte Frustration aus:
„Es ärgert mich, dass ich, obwohl ich deutscher Staatsbürger bin, als US-Person behandelt werde, wenn es darum geht, hier in Deutschland ein einfaches Bankkonto zu eröffnen und zu führen.“
Derselbe Befragte wurde später von der Commerzbank gebeten, ihr Aktienportfolio zu schließen, aufgrund ihrer US-Staatsbürgerschaft.
Für Accidental Americans ist die Situation oft besonders belastend, weil sie sich selbst nicht als Amerikaner verstehen. Trotzdem können sie durch Geburtsort, Elternteil oder Staatsangehörigkeit in den USA steuerlich relevant sein.
Ein wiederkehrendes Thema unter den Befragten in Deutschland ist die Behinderung, die diese Steueranforderungen darstellen, um sich vollständig im Land niederzulassen, selbst für diejenigen mit Staatsbürgerschaft.
„Eigentlich würde ich gerne in mein Leben in Deutschland investieren, habe aber zu viel Angst davor. Ich traue mich nicht, ein Haus zu kaufen oder in Aktien zu investieren – nicht einmal möglich“, teilte ein Befragter mit.
Ein anderer Teilnehmer drückte ähnliche Gefühle aus:
„Kann nicht ordentlich für die Rente sparen. Ich kann nicht Mitunterzeichner für das Geschäft meiner Frau sein, also bekommt sie einen höheren Zinssatz und zusätzliche Lebensversicherungsanforderungen. Kann nicht ordentlich für die Ausbildung meiner Tochter sparen.“
Ein weiterer Amerikaner, der in Deutschland lebt, brachte seine Ansicht prägnant zum Ausdruck:
„Wenn ich Formulare bei Banken ausfülle und sie nach meinem Geburtsort fragen, sobald ich die USA angebe – das war’s. Ich kann nichts tun.“
Der Einfluss der US-Steuerregeln auf Amerikaner in Deutschland erstreckt sich über finanzielle Belastungen hinaus und beeinflusst ihr tägliches Leben, Investitionen und ihre Fähigkeit, sich vollständig in die deutsche Gesellschaft zu integrieren.
Viele Amerikaner in Deutschland wenden sich zunächst an einen deutschen Steuerberater. Das ist verständlich, reicht aber oft nicht aus. Die US-Steuerpflicht folgt eigenen Regeln, Formularen, Fristen und Definitionen.
Ein deutscher Steuerberater kann bei der deutschen Steuererklärung helfen. Für US-Themen wie FBAR, FATCA, Foreign Tax Credit, US-Steuererklärung, Streamlined Procedure oder die steuerlichen Folgen von Investitionen in Deutschland ist jedoch häufig ein Spezialist für US-Steuern erforderlich.
Ein spezialisierter Steuerberater für US-Bürger in Deutschland kann unter anderem prüfen:
Americans Overseas hilft unverbindlich dabei, die eigene Situation einzuordnen und bei Bedarf passende Fachleute zu finden.
Wir, die Gründer von Americans Overseas, wurden in Europa geboren und erhielten unsere amerikanische Staatsbürgerschaft durch unsere amerikanische Mutter.
Als wir dies zum ersten Mal um 2013 hörten, gab es Unglauben: Das kann doch nicht wahr sein. Dann kamen Wut, Angst und Panik: Bekomme ich jetzt Geldstrafen oder Probleme? Was soll ich tun?
Es ist leider wahr, dass es eine amerikanische Steuerpflicht geben kann.
Für uns gab es damals kaum verständliche Informationen von der lokalen Regierung. Das Konsulat verwies uns an das amerikanische Finanzamt, aber das Finanzamt war für viele Betroffene schwer zugänglich und undurchsichtig.
Deshalb haben wir diese Initiative ins Leben gerufen: um Menschen aus aller Welt mit guten Informationen zu unterstützen, unnötige Panik zu vermeiden und unverbindlich und kostenlos erste Hilfe zu leisten.
Wenn gewünscht und notwendig, verfügen wir über ein Netzwerk von bezahlbaren Fachleuten, darunter Buchhalter und US-Steuerberater, die Ihnen bei Ihren Verpflichtungen behilflich sein können und möglicherweise helfen, Doppelbesteuerung zwischen den USA und Deutschland zu vermeiden.
Haben Sie Fragen zur deutsch-amerikanischen Staatsbürgerschaft, zu US-Steuern, FATCA, FBAR, US-Steuererklärungen oder zur Aufgabe der US-Staatsbürgerschaft? Dann kontaktieren Sie Americans Overseas.
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Quellen:
Verstehen des US-Steuersystems, der Verpflichtungen und aller zusätzlichen Bedingungen kann schwierig sein. Vor allem, wenn man außerhalb Amerikas lebt. Ist Ihre Frage nicht beantwortet? Kontaktieren Sie uns.
Im Ausland lebende US-Bürger und ansässige Ausländer müssen in der Regel eine Bundessteuererklärung abgeben und Steuern auf ihr weltweites Einkommen zahlen.
Mehr lesen... über Wer ist in den USA zur Abgabe von Steuererklärungen verpflichtet?Ja, US-Bürger müssen eine Steuererklärung für ihr weltweites Einkommen abgeben, unabhängig davon, wo sie leben und arbeiten.
Mehr lesen... über Müssen US-amerikanische Bürger, die im Ausland leben, immer noch eine Steuererklärung in den USA abgeben?Haben Sie einen US-Scheck erhalten? Sie können Ihren Scheck auf folgende Weise einlösen: bei Ihrer eigenen Bank, durch Überweisung an eine andere Person (Indossament), durch Einlösen von Schecks über einen Online-Dienst oder durch Einlösen des Schecks bei einer anderen Bank.
Mehr lesen... über Wie kann ich meinen US-Scheck einlösen?US-Bürger, die im Ausland leben, müssen unter Umständen das Formular 2555 und/oder das Formular 1116 einreichen, um den Ausschluss für Einkünfte aus ausländischer Tätigkeit geltend zu machen.
Mehr lesen... über Sind für im Ausland lebende US-Bürger besondere Steuerformulare erforderlich?FBAR (Foreign Bank Account Report) ist die Verpflichtung für bestimmte US-Personen und Unternehmen, ihre ausländischen Finanzkonten an das Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN) des US-Finanzministeriums zu melden. Die FBAR-Meldepflicht gilt für US-Personen, die ein finanzielles Interesse an einem oder mehreren ausländischen Finanzkonten haben oder eine Unterschrift darauf leisten, wenn der Gesamtwert dieser Konten zu irgendeinem Zeitpunkt im Kalenderjahr 10 000 USD übersteigt.
Mehr lesen... über Was ist eine FBAR-Erklärung?Nicht unbedingt. Viele Amerikaner in Deutschland müssen zwar eine US-Steuererklärung einreichen, zahlen aber durch deutsche Steuerzahlungen, den Foreign Tax Credit oder das Doppelbesteuerungsabkommen oft keine zusätzliche US-Steuer. Die Meldepflicht bleibt jedoch häufig bestehen.
US-Bürger mit Wohnsitz in Deutschland zahlen in der Regel deutsche Steuern, wenn sie dort steuerlich ansässig sind. Zusätzlich kann eine jährliche US-Steuererklärung erforderlich sein, weil die USA ihre Bürger auch im Ausland besteuern beziehungsweise zur Meldung verpflichten.
Das ist grundsätzlich möglich, kann aber schwieriger sein. Manche Banken oder Broker akzeptieren US-Personen nicht oder nur mit zusätzlichen Formularen. Außerdem können bestimmte Fonds oder ETFs aus US-Steuersicht problematisch sein.
Wer die deutsche und die amerikanische Staatsangehörigkeit besitzt, kann in Deutschland als deutscher Staatsbürger leben, aber aus US-Sicht weiterhin als US-Person gelten. Dadurch können US-Steuererklärungen, FBAR-Meldungen und andere Berichtspflichten entstehen.
Ein Grund ist FATCA. Banken müssen bestimmte Informationen über US-Personen melden. Der administrative Aufwand und mögliche Risiken führen dazu, dass einige Banken amerikanische Kunden einschränken oder bestimmte Produkte nicht anbieten
FATCA betrifft unter anderem die Meldung bestimmter ausländischer Finanzwerte und führt auch dazu, dass Banken Informationen über US-Personen melden. FBAR ist eine separate Meldung ausländischer Finanzkonten, wenn der Gesamtwert der relevanten Konten über 10.000 US-Dollar lag.
Reagieren Sie nicht vorschnell. Lassen Sie zunächst prüfen, ob Sie als US-Person gelten, welche Jahre betroffen sind und ob ein Verfahren wie das Streamlined-Verfahren für Sie infrage kommt.