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Was ist das „OVDP“ und was bedeutet es, wenn Sie diese Möglichkeit verwenden?

Der IRS hat mittlerweile eine Reihe von Versionen des sogenannten Offshore Voluntary Disclosure Program (ODVP) herausgegeben. Jede dieser verlangte die Abgabe von Steuererklärungen der letzten 8 Jahre und FBARs der letzten 6 Jahre. Darüber hinaus sind eine Menge unterstützende Dokumente erforderlich. Eine Entscheidung dafür bedeutet, im Hinblick auf Honorar- und Strafzahlungen viel Zeit und normalerweise auch viel Geld zu investieren. Gleichzeitig bieten diese Programme aber Steuerzahlern, die eine Verurteilung aufgrund strafbarer Handlungen tatsächlich befürchten müssen, willkommene Vorteile. Weitere Information über das aktuelle Programm erhalten Sie hier.

Bei Steuerzahlern, die ein OVDP in Anspruch nehmen, handelt es sich normalerweise um solche mit steuerrechtlich kriminellen Hintergrund, da sie ihrer Steuerpflicht nicht nachgekommen sind. Das bedeutet, dass Sie Ihre Steuerpflicht bewusst nicht abgegolten haben. Entscheidet man sich für das OVDP, entfällt praktisch die Gefahr einer strafrechtlichen Verfolgung. Im „Austausch“ dafür, dass der IRS nicht zur Straftatenverfolgung an das US-amerikanische Justizministerium herantritt, werden dem Steuerzahler eine Reihe von Strafzahlungen auferlegt. Ein solcher muss alle Steuerschulden sowie rückwirkende Zinsen gemäß des OVDP-Zeitraums – generell 8 Jahre – vollauf bezahlen. Täglich fällt dabei Zinseszins an. Im Rahmen des OVDP-Zeitraums werden dem Steuerzahler für jedes Jahr – falls anwendbar – die regulären Strafsummen für unterlassene Steuererklärungen sowie nicht erfolgter Zahlungen (welche sich grundsätzlich auf 50 % des jährlich anfallenden Steuerbetrags belaufen) in Rechnung gestellt. Ferner wird gemäß dem OVDP stellvertretend für alle anderen Strafen, die in Hinblick auf nicht-erfolgte Steuererklärungen und Meldeangaben zur Anwendung kämen, ein Abgeltungsstrafmaß in Höhe von 27,5 % veranlagt. In dem für das OVDP gültigen Zeitraum wird zur Ermittlung der Strafsumme das Jahr mit dem höchsten Auslandskontoguthaben / Vermögenswert ausgewählt. Dazu muss für jedes der zu berücksichtigenden 8 Jahre, der jeweilige Höchstwert des Auslandskontos / Vermögens berechnet werden. Dann wird das Jahr mit dem höchsten Gesamtwert bestimmt (es kann nur ein Jahr mit einem maximalen Gesamtwert geben). Der prozentuale Strafsatz von 27,5 % wird nur auf das „Höchstjahr“ angewandt. In einigen Fällen erhöht sich jedoch das Strafmaß von 27,5 % auf 50 %. Näheres dazu finden Sie bei IRS OVDP FAQ 7.3.

Allerdings werden nicht alles ausländischen Vermögenswerte zwingenderweise für die Strafmaßberechnung des OVDP herangezogen. Die Auslandsstrafe soll alle ausländischen Besitztümer, die auf irgendeine Weise mit der „Missachtung der Steuerpflicht“ verbunden sind, einbeziehen. Das bedeutet, dass z.B. Kunstwerke, die mit Mitteln aus einem nicht gemeldeten Einkommen erworben wurden, in die Berechnung eingeschlossen werden. Das Gleiche gilt auch für den Wert eines mit einem unbesteuerten Einkommen im Ausland erworbenen Hauses oder für den Wert eines ausländischen Apartments, dessen Mieteinnahmen vom Steuerzahler nicht gemeldet wurden. Wenn der Steuerpflichtige den Kauf des Hauses aus bereits besteuerten Geldern finanziert und dieses nie vermietet hat, sondern selbst darin wohnte, kann das Haus nicht mit einer „Missachtung der Steuerpflicht“ in Verbindung gebracht werden. Folglich würde der Hauswert auch nicht bei der Berechnung der Strafsumme herangezogen werden.

Quelle Virginia La Torre Jeker J.D.
Quelle IRS OVDP

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